Es ist viele Jahre her, ich bekam Besuch von einem Freund aus Irland. Bevor er nach Berlin reiste fragte ich ihn, was er denn gerne ißt, damit ich als Gastgeberin seinen Aufenthalt angenehm gestalten kann. Er erzählte mir von einem Buch, dass er gerade gelesen hatte mit dem Titel: "The 12 Superfoods" und das er Quinoa, Alfalfasprossen u.a. doch gerne täglich weiteressen würde.

Gesagt getan, mein Bioladen ließ mich nicht im Stich und ich besorgte sofort alle "Superfoods" und wartete gespannt auf das Eintreffen des Freundes. Am ersten Morgen bereitete er sich einen Quinoaporridge zu, den ich neugierig beäugte, mich aber nicht verführte ihn auch zuprobieren. Aber bereits nach 2 Tagen bekundete ich Interesse doch auch mal einen Bissen zu probieren. Und am Ende der Woche des Besuches saß ich morgens glücklich vor meinem Teller Quinoaporridge und wusste nicht, wie ich bisher einen Start in den Tag ohne dieses magische Gericht geschafft hatte.

Hier das einfache Rezept für die Zubereitung eines sehr gesunden, glutenfreien und nahrhaften Frühstücks:

Quinoa- Porridge (für eine Person)

  • 50ml Quinoa
  • 150 ml Wasser
  • eine Prise Zimt (stabilisiert den Blutzuckerspiegel)
  • ein paar Rosinen oder Trockenfrüchte nach Wahl
  • eine Prise Salz

Das ganze langsam auf niedrigster Stufe auf dem Herd "durchquellen" lassen. Kurz vor Ende einen geschnittenen Apfel oder anderes Obst nach Wahl untermengen. Auf dem Teller mit etwas Sahne, Kokosöl, Leinöl oder Butter vermengen. Nach Belieben gequollene Chiasamen dazufügen. Eventuell nachsüßen mit Honig o.ä. nach Bedarf. Guten Appetit!

 

Ich aß mein Quinoaporridge an die acht Jahre täglich, dann zog ich mit meinem Partner zusammen. Er hatte vorher auf einem anderen Kontinent gelebt und in der Zeit unserer interkontinentalen Beziehung hatten wir entweder gar nicht zusammen gefrühstückt oder wenn dann eher ausgiebig "gebruncht". Bei einem unserer ersten gemeinsamen Einkäufe im Bioladen griff er zielstrebig nach den Haferflocken und begann zu hause sich Haferporridge zu kochen. Nach kurzer Zeit aß ich das mit, weil das Kochen von zwei Frühstücksbreis logistisch doch etwas kompliziert wurde. Aber irgendwie war das ganz nett, aber mir fehlte etwas.

Dann las ich über die Zubereitung von Reis-Congees, und chinesische Kraftsuppen und probierte neues aus. Ich landete schließlich bei einem Reis-Congee Rezept das mich nun schon wieder mehere Jahre täglich begleitet und mich immer wieder erfreut.

Reis- Congee

  • 2 l Wasser in einem Topf erhitzen
  • In der Zwischenzeit 200gr Mochireis (oder anderen Klebereis)
  • 20 gr schwarzen/braunen Reis (nicht Wildreis oder Vollkornreis)
  • 1 EL schwarzen Sesam
  • 3 EL weißen Sesam oder andere Nüsse kleingehackt
  • 150 gr Trockenfrüchte (kleingehackt)
  • 1 TL Salz abmessen.
  • wenn das Wasser kocht, alle Zutaten hinzufügen und aufkochen lassen. Danach die Temperatur auf kleinste Stufe hinunterdrehen und 1 h kochen lassen. Immer mal wieder umrühren. Das Congee im Topf abkühlen lassen, in Vorratsgefäße füllen im Kühlschrank aufbewahren.

Jeden Morgen eine Portion erwärmen, mit frischem Obst verfeinern. Auf dem Teller mit Kokosöl, Sahne, Leinöl o.ä. fetthaltigem Lebensmittel verrühren. Gequollene Quiasamen nach belieben dazufügen.

Der praktische Vorteil des Reis-Congees ist, dass es morgens kaum Zeit und Arbeit macht, eine Portion zu erwärmen. Durch das zugeben von dunklen Saaten wird das Yin im Körper gestärkt, durch das lange Kochen wird die Speise "yangisiert" und gibt mehr Energie als ein kurz gekochter Porridge. Wenn Sie das Yin mehr stärken möchten, erhöhen Sie den Anteil an schwarzem Sesam und braunem Reis.

Sie können Gewürze zufügen oder auch Hiobstränensamen (Asia- Markt), je nachdem ob Sie noch andere Aspekte in Ihrem Körper ausgleichen möchten.

Ich wünsche viel Freude beim ausprobieren und lassen Sie es sich gut schmecken.

 

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